Bericht aus den OÖ Nachrichten

Henriette und Peter RiederDas Ehepaar Rieder folgt auf das Ehepaar Ritschel

Der Verein der Freunde des Musiktheaters hat bei der Generalversammlung einen neuen Präsidenten gewählt.

„Es muss ja nichts neu erfunden werden“, sagt Peter Rieder (59), der bei der Generalversammlung des Vereins Freunde des Musiktheaters zum neuen Präsidenten in der Nachfolge von Langzeit-Präsident Gerhard Ritschel gewählt wurde. Dem wiederum wurde die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Auch Gerda Ritschel, Langzeit-Schriftführerin, und mit ihrem Gatten jahrzehntelang unermüdlich im Einsatz für den Bau eines Musiktheaters, hat ihre Funktion als Schriftführerin zurückgelegt – Henriette Rieder (59) wird dies übernehmen.

460 neue Mitglieder

Das seit 39 Jahren verheiratete Ehepaar Rieder ist seit 15 Jahren Mitglied im Verein. Seit 2000, seitdem Henriette Rieder mit der Berufstätigkeit als Sachbearbeiterin in verschiedenen Firmen aufgehört hat, „habe ich mich immer mehr und intensiver im Verein engagiert“. So wachse man eben „langsam hinein in die Tätigkeiten.“ An die „30 Wochenstunden werden es schon sein, die ich mit Arbeit für den Verein verbringe.“

Peter Rieder ist in der Landesfinanzdirektion Oberösterreich zuständig für die Budgeterstellung und -überwachung. Ob er genug Zeit finden wird für die Vereinstätigkeit? „Gemeinsam werden wir das schon schupfen! Und es gibt ja eine Menge an erfahrenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Außerdem werden wir uns im Vorstand die Aufgaben aufteilen.“

Mehr als 6500 Mitglieder hat der Verein, „460 neue sind seit September des Vorjahres dazugekommen“, sagt Henriette Rieder. Der Altersschnitt sei „eher bei 60 plus angesiedelt, aber wir merken eine Verjüngung in Richtung 50 plus“. Das sei eben das Alter, „in dem sich die Leute für Musiktheater interessieren“. Einige Neuerungen wird es unter der Präsidentschaft Rieder natürlich geben: „Wir möchten ab Herbst ein ,Freunde-Abo’ anbieten. Nicht mehr so wie jetzt, Abos auf mehrere Termine verteilt, sondern auf einen gemeinsamen Abend für die Vereins-Mitglieder, damit wir auch Pausen und die Zeit nach Vorstellungen nutzen können für Kennenlernen und Plaudereien.“ Weiters soll ab Herbst eine Publikumsauszeichnung, die Richard Tauber-Medaille, an ein Ensemblemitglied des Landestheaters vergeben werden.

Die Aufgaben des Vereins sind ja nun andere, nachdem das ursprüngliche Hauptziel, der Neubau, erreicht worden ist: „Wir sehen uns vor allem als Brückenbauer zwischen Publikum, Künstlern und Musiktheater.“ Deshalb wird es auch die traditionellen Konzerte mit jungen Künstlern geben, das SonntagsFoyer im Musiktheater wird von Vereinsvorstand Rudolf Wallner einmal pro Monat, jeden letzten Sonntag im Monat, im Musiktheater gestaltet. Die Mitgliedsbeiträge bleiben wie bisher: 18 Euro für Einzelpersonen, 22 Euro für Familien. Auch das Büro im Ursulinenhof wird es, zu den bisherigen Öffnungszeiten, weiterhin geben.

Die Musik war für Henriette Rieder seit dem Schulalter wichtig: „Ich hab’ im Kirchenchor gesungen – in immer furchtbar kalten Kirchen!“ Ihr Gatten gibt unumwunden zu, dass er „kein Fachmann“ sei. „Ich sehe die Musik als Entspannung, freue mich, zuhören zu können und gute Qualität erleben zu dürfen.“ Vom neuen Musiktheater sind beide angetan: „Dieses Haus bietet so viele Möglichkeiten für alle vom Kindergartenkind bis zum Seniorenverband“, sagt Peter Rieder